Für viele Unternehmen ist Liquidität verbessern eine hohe Priorität, denn: Ein Mangel an Liquidität kann schnell zu Finanzierungslücken, unbezahlten Rechnungen und im schlimmsten Fall zur Insolvenz führen, sogar wenn das Unternehmen eigentlich profitabel ist. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du deine Liquidität kurzfristig und langfristig steigerst, damit es gar nicht erst zu solchen Problemen kommt und wie du schlechte Liquidität schnell verbesserst.
Das Wichtigste in Kürze: Liquidität steigern
Liquidität verbessern heißt dafür zu sorgen, dass deinem Unternehmen jederzeit genug Geld zur Verfügung steht, um Rechnungen zu bezahlen und dadurch handlungsfähig zu bleiben, wenn sich Chancen ergeben.
Kurzfristig hilft alles, was Geld schneller aufs Konto bringt und eigene Zahlungen verzögert:
- Rechnungen mit kurzfristigem Zahlungsziel stellen oder Anzahlung vereinbaren
- Schuldner an offene Rechnungen erinnern
- Bei Lieferanten, Dienstleistern etc. Zahlungsplan vereinbaren oder um Zahlungsaufschub bitten
Langfristig geht es darum, Zahlungsströme planbar zu machen, Kosten im Griff zu behalten und Abhängigkeiten zu reduzieren, dabei hilft:
- Sich mindestens einmal im Monat an einem festen Termin einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben verschaffen, um zu planen
- Ursachen für Liquiditätsprobleme identifizieren und lösen - z.B. Zahlungsfristen ändern oder große Quartalszahlungen frühzeitig einplanen
- Fixkosten kontrollieren und wenn möglich senken
Was heißt Liquidität für Unternehmen?
Definition: Liquidität und Zahlungsfähigkeit
Liquidität beschreibt, ob dein Unternehmen seine Rechnungen dann bezahlen kann, wenn sie fällig sind. Dabei geht es nicht darum, ob dein Geschäft gut läuft oder Gewinne macht, sondern darum, ob das Geld rechtzeitig auf dem Konto ist. Was wir in der Praxis oft sehen: Unternehmen schreiben gute Umsätze und stellen regelmäßig Rechnungen, trotzdem entsteht Druck, weil Kunden spät zahlen. Gleichzeitig laufen Miete, Gehälter und Lieferantenkosten sofort weiter.
Beispiel: mangelnde Liquidität in der Praxis
Ein einfaches Beispiel: Ein Unternehmen stellt Rechnungen über 50.000 €, die erst in mehreren Wochen bezahlt werden. Im gleichen Monat fallen aber Ausgaben von 40.000 € an. Auf dem Papier passt alles, aber auf dem Konto fehlt kurzfristig Geld. Die Liquidität des Unternehmens ist nicht ausreichend und etwaige wichtige Rechnungen bleiben unbezahlt. Liquidität beschreibt also, wie zuverlässig das Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann.
Faustregel: Wenn mehr Geld reinkommt, als rausgeht, steigt die Liquidität, wenn mehr Geld rausgeht als reinkommt, sinkt die Liquidität. Wenn Geld früher reinkommt oder später rausgeht, entspannt sich die Situation zusätzlich.
Kurzfristig Liquidität verbessern - Maßnahmen
Im Nachhinein weiß man es immer besser und langfristige Methoden zur Liquiditätssicherung sind nachhaltiger, aber manchmal muss es eben schnell gehen.
Hier sind 5 Maßnahmen, die die Liquidität deines Unternehmens kurzfristig und schnell steigern:
1. Rechnungen so stellen, dass Geld früher reinkommt
Stell Rechnungen direkt nach erbrachter Leistung und setze kurze Zahlungsfristen an. Wenn möglich, arbeite mit Anzahlungen oder Teilrechnungen. Gerade bei größeren Projekten hilft das, nicht auf den gesamten Betrag warten zu müssen. Wer zum Beispiel eine Anzahlung zu Beginn vereinbart und den Rest nach Lieferung abrechnet, sorgt dafür, dass Liquidität nicht erst am Ende entsteht.
2. Offene Rechnungen aktiv nachverfolgen
Warte nicht darauf, dass Kunden von selbst zahlen. Prüfe regelmäßig, welche Rechnungen offen sind, und erinnere frühzeitig. In der Praxis bleiben viele Rechnungen offen, weil sie im Tagesgeschäft untergehen. Eine kurze, freundliche Erinnerung kurz nach Fälligkeit reicht oft aus, damit das Geld überwiesen wird.
Fakt - EOS Studie (2025): Jede fünfte Rechnung in Deutschland wird zu spät gezahlt und jede zwanzigste überhaupt nicht. Also, überprüfen lohnt sich!
3. Ausgaben gezielt nach hinten schieben
Nicht jede Rechnung muss sofort bezahlt werden. Sprich mit Lieferanten oder Dienstleistern offen über spätere Zahlungen oder einen Zahlungsplan. Gerade bei bestehenden Geschäftsbeziehungen lässt sich häufig vereinbaren, größere Beträge aufzuteilen oder den Zahlungstermin zu verschieben. Das entlastet kurzfristig dein Konto.
4. Fixkosten sofort prüfen und reduzieren
Schau dir laufende Kosten an und trenn dich kurzfristig von allem, was du nicht dringend brauchst. Beispiel: Ungenutzte Software-Abos, teure Tarife oder Services ohne klaren Nutzen belasten die Liquidität jeden Monat. Schon kleine Einsparungen wirken sofort.
5. Zeitliche Lücken überbrücken
Wenn klar ist, dass Geld kommt, aber erst später, kann eine kurzfristige Finanzierung helfen.
Sie sorgt dafür, dass laufende Kosten wie Gehälter oder Miete gedeckt bleiben, während Zahlungseingänge noch ausstehen. Wichtig ist, dass sie flexibel ist und dich nicht langfristig bindet.
Digitale Anbieter wie Banxware ermöglichen unbürokratische, transparente Finanzierungen innerhalb von 24 Stunden, die dein Unternehmen durch eine Phase mit geringer Liquidität bringen können und dadurch Wachstum ermöglichen.
So ging es zum Beispiel dem Yoga-Studio und Café "Mindful Life Berlin", nach einer strategischen Neuorientierung half ihnen eine Banxware Sofortfinanzierung dabei wieder richtig durchzustarten.
Die volle Geschichte erfährst du hier:
Langfristig Liquidität steigern - Methoden für Unternehmen
Für bessere Liquidität: Zahlungen früher erhalten
Viele Liquiditätsprobleme entstehen, weil Arbeit sofort anfällt, das Geld aber viel später kommt. Langfristig hilft es, Zahlungsmodelle so anzupassen, dass Zahlungen näher an den Zeitpunkt der Leistung rücken und nicht erst lange danach eingehen. Konkret heißt das: kürzere Zahlungsfristen vereinbaren, bei größeren Aufträgen eine Anzahlung verlangen oder mit Zwischenrechnungen arbeiten, statt alles erst am Ende in Rechnung zu stellen.
Flexibilität und Stabilität abwägen
Flexible Verträge können sinnvoll sein, um die Liquidität in schwächeren Phasen zu entlasten – etwa bei Software, Tools oder externen Services, deren Nutzung schwankt. Ein monatlich kündbares Tool ist teurer, gibt aber die Möglichkeit, Kosten schnell zu reduzieren, wenn Aufträge zurückgehen. Wird eine Software dagegen dauerhaft genutzt und ist im festen Vertrag deutlich günstiger, kann Stabilität die bessere Wahl sein.
Einen realistischen Puffer aufbauen
Unvorhergesehene Ausgaben, verspätete Zahlungen oder schwächere Monate lassen sich nicht vermeiden. Ein finanzieller Puffer sorgt dafür, dass solche Situationen nicht sofort kritisch werden. Auch kleine Rücklagen helfen, Zeit zu gewinnen und Entscheidungen ruhiger zu treffen, statt sofort reagieren zu müssen.
Wiederkehrende Einnahmen stabilisieren die Liquidität
Einzelne große Zahlungen sorgen oft für starke Schwankungen auf dem Konto. Prüfe deshalb, welche Leistungen sich regelmäßig abrechnen lassen. Monatliche Abrechnung, Service- oder Betreuungspakete und feste Zahlungsintervalle helfen, Einnahmen gleichmäßiger zu verteilen. Das macht den Cashflow planbarer und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Zahlungseingängen.
Regelmäßige Liquiditätskontrolle
Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, ist langfristige Planung elementar. Sich einmal in der Woche oder einmal im Monat an einem festen Termin einen Überblick zu verschaffen, hilft ungemein und verhindert, dass man von großen Rechnungen überrascht wird. So hat man noch genug Zeit um gegenzusteuern.
Bei dieser Planung können auch Liquiditätsprognosetools wie Tidely helfen!
Finanzierung frühzeitig als Option einplanen
Viele Unternehmen beschäftigen sich erst mit Finanzierung, wenn es bereits eng ist. Wenn im Zuge der regulären Liquiditätsplanung aber die Möglichkeit einer Finanzierung sinnvoll erscheint, ist es klug, diese früh in Erwägung zu ziehen. So kann Finanzierung als strategisches Werkzeug für Wachstum oder Überbrückung genutzt werden, anstatt als Notlösung.
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Liquiditätsprobleme? Mögliche Lösungen
Dein Unternehmen befindet sich bereits in einem Liquiditätsengpass? Bloß keine Panik! Auch wenn ein Liquiditätsengpass stressig und unangenehm ist, in den meisten Fällen lässt er sich überwinden. Eine konkrete Lösung für dein Liquiditätsproblem + Tipps findest du in diesem Artikel Liquiditätsengpass überbrücken.
Fazit
Liquidität verbessern ist kein theoretisches Finanzthema, sondern ein sehr praktisches. Wenn viele Aufträge da sind, viel gearbeitet wird und trotzdem kein Geld auf dem Konto bleibt, liegt das selten an mangelndem Erfolg – sondern an Timing, Strukturen und fehlender Übersicht.
Kurzfristig helfen klare Maßnahmen: Geld schneller reinholen, offene Rechnungen aktiv klären, Ausgaben gezielt nach hinten schieben und Fixkosten prüfen. Oder eine flexible Finanzierung bei Anbietern wie Banxware beantragen. Das verschafft Luft, wenn es gerade eng ist, ermöglicht dadurch das Wahrnehmen von Chancen und späteres Wachstum. Langfristig wird Liquidität dann stabil, wenn Zahlungsströme planbarer werden, Kosten bewusst gestaltet sind und du regelmäßig den Überblick behältst.
Liquiditätsprobleme entstehen selten aus dem Nichts. Sie entwickeln sich oft schrittweise, während das Tagesgeschäft läuft. Wer früh erkennt, wo Geld verzögert ankommt oder zu schnell abfließt, kann rechtzeitig reagieren und die Kontrolle zurückgewinnen.
Und wenn es bereits akut ist, gilt: ruhig bleiben, strukturiert vorgehen und die richtigen Lösungen nutzen. Liquidität lässt sich in den meisten Fällen wiederherstellen – mit Klarheit, Prioritäten und den passenden Maßnahmen.
Quellen und Studien:
EOS-Studie zur Zahlungsmoral deutscher Unternehmen, 2025.
Fragen & Antworten
Liquidität baust du auf, indem du dafür sorgst, dass Einnahmen regelmäßig und rechtzeitig eingehen. Hilfreich sind planbare Zahlungsmodelle, ein Überblick über Ein- und Ausgaben sowie ein finanzieller Puffer für unerwartete Ausgaben.
Kurzfristig entsteht Liquidität, wenn Geld schneller reinkommt oder Ausgaben verschoben werden. Dazu zählen frühere Rechnungsstellung, aktives Nachfassen bei offenen Rechnungen oder Zahlungsaufschub bei Lieferanten.
Liquiditätsprobleme entstehen, wenn mehr Geld rausgeht als reinkommt oder Einnahmen zu spät eingehen. Typische Ursachen sind verspätete Kundenzahlungen, hohe laufende Kosten, größere Einmalzahlungen oder fehlende Planung – besonders in Wachstumsphasen.
Unzureichende Liquidität bedeutet, dass ein Unternehmen seine laufenden Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlen kann. Das kann auch dann passieren, wenn das Unternehmen profitabel ist, aber das Geld zu spät auf dem Konto ankommt.
Bei schlechter Liquidität ist es wichtig, schnell Prioritäten zu setzen. Offene Forderungen sollten aktiv geklärt, Ausgaben überprüft und – wenn nötig – kurzfristige Finanzierungslösungen in Betracht gezogen werden, um handlungsfähig zu bleiben.
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