Podcast mit Uwe Göpel: Wer (immer) auf Sicherheit setzt, verliert!

Miriam Wohlfarth
25.3.2026
15
Minuten

Als Gründer von itmops steht für Uwe Göpel nicht nur der Verkauf von Refurbished-Apple-Geräten im Mittelpunkt, sondern auch eine Tech-Branche, die dringend ein Umdenken braucht. In dieser Podcastfolge spricht er mit Miriam Wohlfarth darüber, warum Sicherheitsdenken Wachstum verhindert, wie er ohne Business-Hintergrund gegründet hat und weshalb Refurbished-Technik längst mehr ist als eine günstige Alternative. Mit Banxware als Finanzierungspartner konnte itmops sein Sortiment erweitern, neue Geschäftskunden gewinnen und Partnerschaften wie die mit Hertha BSC realisieren. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und kundenorientierten Elektronikbranche.

Transkript (redaktionell aufbereitet) 

Irgendwann stößt man im Unternehmertum an Grenzen, ob man will oder nicht. Man möchte mitspielen im Konzert der Großen. No risk no fun, sagt man ja oft. Und dann kommt dieser Moment, an dem man sich entscheiden muss, bleibe ich klein oder mache ich wirklich etwas daraus.

Viele schauen sich in dieser Phase um und sprechen mit ihrer Bank. Doch gerade im Geschäftskundenbereich merkt man schnell, dass klassische Wege nicht immer passen. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten. Partnerschaften entstehen, neue Kunden kommen dazu, und plötzlich merkt man, wie weit man eigentlich schon gekommen ist. Das sind die Momente, die einen wirklich antreiben und stolz machen.

So ähnlich war auch der Weg von Uwe Goepel, Geschäftsführer und Inhaber von itmops. Ursprünglich kommt er aus einer ganz anderen Richtung. Er hat Politikwissenschaft studiert und mehrere Jahre im politischen Umfeld gearbeitet. Unternehmer zu werden war nie der Plan. Doch dann kam der iPhone Boom und mit ihm eine Idee.

Die Geräte waren teuer, die Nachfrage groß und gleichzeitig fehlten vertrauenswürdige Angebote für gebrauchte Produkte. Online wusste man nie genau, was man bekommt, und klassische An und Verkaufsläden hatten oft kein besonders gutes Image. Daraus entstand die Überlegung, ob es nicht eine Marktlücke gibt für professionell aufbereitete Geräte mit Garantie und persönlichem Ansprechpartner.

Ohne großen Businessplan hat er es einfach ausprobiert. Sparbuch aufgelöst, Laden gemietet und losgelegt. Ein klassischer Start ins Unternehmertum, geprägt von Mut und dem Willen, Dinge einfach umzusetzen. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist allerdings selten einfach. Gerade wenn man aus einem sicheren Umfeld kommt, stößt man schnell auf Skepsis. Familie und Freunde reagieren oft zurückhaltend, wenn man eine feste Stelle kündigt, um etwas Eigenes aufzubauen. Dazu kommen finanzielle Unsicherheiten, fehlende Absicherung und viele offene Fragen.

Trotzdem sagen viele Gründer im Nachhinein, dass genau dieser Schritt der richtige war. Denn am Ende geht es darum, etwas zu tun, das einem wirklich Freude macht. Wenn man für eine Idee brennt, fällt es leichter, auch schwierige Phasen zu überstehen.

Ein wichtiger Punkt ist dabei das eigene Denken. Viele erfolgreiche Unternehmer berichten davon, dass sie irgendwann lernen mussten, umzudenken. Dinge nicht mehr nur so zu sehen, wie man sie gelernt hat, sondern neue Wege zuzulassen. Man muss nicht alles perfekt können oder bis ins Detail planen. Viel wichtiger ist es, überhaupt anzufangen. Wenn man eine Idee hat, sollte man sie ausprobieren. Vielleicht erst im Kleinen, vielleicht nebenbei. Ein Kleingewerbe, ein erster Test, ein erstes Produkt. Genau diese Schritte sind es, die später den Unterschied machen können.

Mit der Zeit kommt dann oft die nächste Herausforderung. Wachstum. Und damit verbunden auch das Thema Finanzierung. In Deutschland ist das Thema Schulden oft negativ belegt. Viele versuchen, ausschließlich mit eigenem Geld zu arbeiten. Doch irgendwann stößt man damit an Grenzen. Wer wachsen will, muss investieren. Und das bedeutet in vielen Fällen, sich externes Kapital zu holen. Entscheidend ist dabei nicht, ob man Schulden hat, sondern wofür man sie nutzt. Wenn Kapital dabei hilft, neue Möglichkeiten zu erschließen und das Unternehmen voranzubringen, wird es zu einem wichtigen Werkzeug. Gerade im Geschäftskundenbereich zeigt sich das sehr deutlich. Größere Aufträge bedeuten oft längere Zahlungsziele. Gleichzeitig müssen Waren vorfinanziert werden. Ohne ausreichende Liquidität wird Wachstum schnell zur Herausforderung. Bei itmops hat sich das über die Jahre ebenfalls entwickelt. Anfangs war das Sortiment überschaubar, heute ist der Markt deutlich komplexer. Gleichzeitig sind die Anforderungen gestiegen. Kunden erwarten Auswahl, Qualität und schnelle Verfügbarkeit. Wer hier mithalten will, muss sich breiter aufstellen.

Das führt auch zu neuen Chancen. Heute arbeitet das Unternehmen mit größeren Partnern zusammen und konnte sich im Markt etablieren. Ein besonderer Meilenstein war die Zusammenarbeit mit Hertha BSC. Solche Partnerschaften zeigen, wie weit man kommen kann, wenn man bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Gleichzeitig bleibt Unternehmertum herausfordernd. Die wirtschaftliche Lage, steigende Anforderungen im Backoffice und zunehmender Wettbewerb verlangen immer mehr Professionalität. Themen wie Buchhaltung, Reporting oder gesetzliche Vorgaben nehmen viel Zeit in Anspruch. Deshalb geht es für viele Unternehmen nicht nur um Wachstum, sondern auch darum, sich intern weiterzuentwickeln. Prozesse zu verbessern, Strukturen aufzubauen und das eigene Geschäftsmodell zukunftssicher zu machen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Austausch mit anderen Unternehmern. Gerade wer keinen unternehmerischen Hintergrund hat, profitiert enorm davon, sich mit anderen auszutauschen. Netzwerke, Gespräche und neue Perspektiven helfen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen und den eigenen Horizont zu erweitern.

Auch das Thema Bildung spielt eine große Rolle. Unternehmertum wird in Schulen und Universitäten kaum vermittelt. Viele junge Menschen sehen nur klassische Karrierewege und kommen gar nicht auf die Idee, selbst zu gründen.

Dabei wäre es wichtig, früh zu zeigen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Praktische Beispiele, echte Geschichten und greifbare Erfahrungen können hier viel bewegen. Wenn junge Menschen sehen, dass Unternehmertum machbar ist, verändert das ihre Perspektive. Ein Thema, das immer stärker an Bedeutung gewinnt, ist Nachhaltigkeit. Gerade im Bereich Technik verändert sich das Bewusstsein. Refurbished Produkte sind längst mehr als nur eine günstige Alternative. Sie stehen für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen und bieten gleichzeitig eine hohe Qualität. Viele Unternehmen erkennen inzwischen, dass sie damit nicht nur Kosten sparen, sondern auch nachhaltiger wirtschaften können. Gleichzeitig schätzen Kunden die Kombination aus Preis, Leistung und Verantwortung.

Am Ende lässt sich vieles auf eine einfache Erkenntnis herunterbrechen. Wenn man eine Idee hat, sollte man sie nicht zerdenken, sondern ausprobieren. Man muss nicht sofort alles perfekt machen, aber man sollte anfangen.

Denn genau diese ersten Schritte sind es, die den Unterschied machen. Und sie können der Anfang von etwas sein, das man sich am Anfang vielleicht selbst noch gar nicht vorstellen konnte.

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Fragen & Antworten

Wie starte ich ein eigenes Unternehmen ohne viel Kapital?

Viele Gründer starten mit begrenzten Mitteln, oft sogar mit ihrem eigenen Ersparten. Wichtig ist, klein anzufangen, die Idee zu testen und erste Umsätze zu generieren. Ein Kleingewerbe oder ein Nebenprojekt kann ein guter Einstieg sein, bevor man größere Investitionen tätigt.

Wann lohnt sich externe Finanzierung für ein Unternehmen?

Externe Finanzierung wird dann sinnvoll, wenn ein Unternehmen wachsen möchte, zum Beispiel durch größere Bestellungen, neue Kunden oder ein erweitertes Sortiment. Entscheidend ist, dass das eingesetzte Kapital langfristig mehr Chancen und Ertrag bringt als die Kosten der Finanzierung.

Was sind die größten Herausforderungen im Unternehmertum?

Zu den größten Herausforderungen zählen finanzielle Unsicherheiten, Bürokratie, Liquiditätsmanagement und der Wettbewerb. Gleichzeitig müssen Unternehmer ständig Entscheidungen treffen, Risiken abwägen und ihr Unternehmen weiterentwickeln.

Warum entscheiden sich immer mehr Unternehmen für refurbished Produkte?

Refurbished Produkte bieten eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zu Neugeräten. Unternehmen können damit Geld sparen und gleichzeitig ihre Umweltbilanz verbessern, ohne auf Qualität und Garantie verzichten zu müssen.

Welche Eigenschaften braucht man als erfolgreicher Unternehmer?

Wichtige Eigenschaften sind Mut, Durchhaltevermögen, Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Außerdem ist es entscheidend, ins Handeln zu kommen, an die eigene Idee zu glauben und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Miriam Wohlfarth
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