Ob auf der Baustelle, im Hafen oder bei Großmontagen: Krane sind aus dem gewerblichen Alltag kaum wegzudenken. Wer einen kaufen, mieten oder finanzieren will, steht schnell vor einer komplexen Entscheidung, denn die Preisspanne ist enorm und die Unterschiede zwischen den Krantypen erheblich. In diesem Artikel bekommst du einen klaren Überblick über Kaufpreise, Mietkosten und Finanzierungsmöglichkeiten, damit du die richtige Entscheidung für deinen Betrieb triffst.
Welche Kranarten gibt es?
Kran ist nicht gleich Kran: Je nach Einsatzgebiet, Traglast und Mobilität gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Typen, und damit auch bei den Kosten.
Wer einen Kran kaufen, mieten oder finanzieren will, sollte zuerst verstehen welcher Typ zu seinem Betrieb passt. Wie bei anderen Baumaschinen hängt die richtige Wahl weniger vom Preis ab als vom konkreten Einsatzzweck. Zwischen den folgenden Kranarten sollte man unterscheiden können um eine solide Kaufentscheidung treffen zu können.
Mobilkran
Der Mobilkran ist die flexibelste Lösung für Bau- und Handwerksbetriebe. Er fährt eigenständig auf öffentlichen Straßen, ist schnell einsatzbereit und braucht keine aufwendige Montage.
Mobilkrane kommen überall dort zum Einsatz wo Flexibilität gefragt ist: Baustellen, Montagearbeiten, Schwertransporte. Die Traglast reicht von wenigen Tonnen bei kompakten Fahrzeugkranen bis zu mehreren hundert Tonnen bei großen Teleskopkranen. Das macht den Mobilkran zur meistgekauften und meistgemieteten Kranart im deutschen Mittelstand.
Turmdrehkran
Der Turmdrehkran ist das klassische Bild auf jeder größeren Baustelle. Er wird fest montiert, hat eine hohe Traglast und eignet sich besonders für den Hochbau und größere Infrastrukturprojekte. Der Nachteil: Auf- und Abbau sind aufwendig und kostenintensiv. Für Unternehmen die dauerhaft auf einer Baustelle arbeiten ist er wirtschaftlich sinnvoll, für kurzfristige Einsätze weniger.
Brückenkran und Portalkran
Brückenkrane und Portalkrane sind stationäre Anlagen die fest in einer Halle oder auf einem Freigelände installiert werden. Sie kommen vor allem in der Industrie, in Produktionshallen, Werften und Logistikzentren zum Einsatz. Wer regelmäßig schwere Lasten innerhalb eines festen Bereichs bewegen muss, kommt an dieser Lösung kaum vorbei. Die Investition ist hoch, amortisiert sich aber bei intensivem Einsatz schnell.
Teleskoplader und Anhängerkräne
Teleskoplader sind streng genommen keine Krane, werden aber oft in einem Atemzug genannt weil sie ähnliche Aufgaben übernehmen: Heben, Transportieren, Positionieren auf der Baustelle. Sie sind günstiger als Mobilkrane, vielseitiger als Turmdrehkrane und besonders im Garten- und Landschaftsbau sowie im Handwerk verbreitet. Anhängerkräne sind eine kostengünstige Alternative für Betriebe die gelegentlich heben müssen, ohne einen vollwertigen Kran vorhalten zu wollen.
Kranhersteller im Vergleich
Der Markt wird von wenigen großen Herstellern dominiert, die sich in Preis, Qualität und Servicenetz deutlich unterscheiden.
- Liebherr ist der bekannteste deutsche Hersteller und gilt als Qualitätsmaßstab bei Mobilkranen und Turmdrehkranen. Hohe Anschaffungskosten, aber starkes Servicenetz und hoher Wiederverkaufswert.
- Tadano hat durch die Übernahme von Demag an Bedeutung gewonnen und bietet eine breite Palette an Fahrzeug- und Mobilkranen im mittleren bis oberen Preissegment. In Deutschland gut vertreten.
- Grove, Teil von Manitowoc, ist besonders im mittleren Segment für Mobilkrane bekannt und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Betriebe die nicht das Topmodell brauchen.
- Potain, ebenfalls Manitowoc, ist der führende Name für Turmdrehkrane in Europa und in vielen großen Bauprojekten vertreten.
- XCMG und Sany sind chinesische Hersteller die zunehmend auf dem deutschen Markt präsent sind. Die Kaufpreise liegen deutlich unter denen europäischer Hersteller, allerdings sind Servicenetz und Ersatzteilverfügbarkeit noch nicht auf demselben Niveau. Für Betriebe mit Budgetdruck und eigenem Wartungs-Know-how eine Option, die es zu prüfen lohnt.
- Konecranes, Demag und Stahl CraneSystem sind für Brückenkrane und Portalkrane die relevanten Namen, für Teleskoplader dominieren Manitou, JCB und Merlo den Markt.

Der Preis eines Krans variiert je nach Modell und Hersteller sehr, aber im Folgenden ein grober Überblick.
Was kostet ein Kran?
Wer zum ersten Mal einen Kran kaufen oder mieten will, ist von der Preisspanne oft überrascht. Ein kompakter Teleskoplader kostet einen Bruchteil eines großen Mobilkrans, und die Mietkosten variieren je nach Typ, Traglast und Einsatzdauer erheblich.
1.) Was kostet ein Mobilkran?
Ein neuer Mobilkran im kleineren Segment, also bis etwa 50 Tonnen Traglast, beginnt bei rund 150.000 Euro. Größere Modelle ab 100 Tonnen kosten schnell 500.000 Euro und mehr, Spezialgeräte für den Schwerlastbereich liegen deutlich darüber. Gebrauchte Mobilkrane sind ab etwa 50.000 Euro verfügbar, allerdings sollten Wartungshistorie und TÜV-Status sorgfältig geprüft werden.
2.) Was kostet ein Turmdrehkran?
Neue Turmdrehkrane beginnen je nach Auslegerlänge und Traglast bei rund 200.000 Euro, können aber bei großen Modellen deutlich in den siebenstelligen Bereich gehen. Hinzu kommen erhebliche Kosten für Montage und Demontage, die je nach Modell und Einsatzort zwischen 5.000 und 30.000 Euro liegen können. Eine Investition in dieser Größenordnung bindet erhebliche liquide Mittel und sollte gut geplant sein.
3.) Was kostet ein Brückenkran?
Brückenkrane für industrielle Anwendungen beginnen bei etwa 80.000 Euro für einfache Anlagen, können aber bei hoher Traglast und besonderer Ausstattung schnell auf 300.000 Euro und mehr steigen. Da sie stationär installiert werden, kommen Montage- und Fundamentkosten hinzu. Brückenkrane werden selten gemietet, da sich die Installation für kurzfristige Einsätze nicht lohnt.
4.) Was kostet ein Teleskoplader?
Teleskoplader sind die günstigste Einstiegsoption für Betriebe die gelegentlich heben müssen. Neue Modelle beginnen bei rund 40.000 Euro, gut ausgestattete Varianten liegen zwischen 80.000 und 150.000 Euro. Die Mietpreise sind vergleichsweise niedrig, was Teleskoplader besonders für Saisonbetriebe und Handwerksbetriebe mit wechselndem Bedarf attraktiv macht.
5.) Was kostet ein Anhängerkran?
Anhängerkrane sind eine kompakte und günstige Lösung für kleinere Hebearbeiten. Neue Modelle starten bei etwa 20.000 bis 30.000 Euro, leistungsstärkere Varianten liegen zwischen 40.000 und 80.000 Euro. Gebrauchte Geräte sind bereits ab rund 10.000 Euro erhältlich, wobei Zustand und Wartung entscheidend sind.

Wie lange hält ein Kran?
Wirtschaftliche Lebensdauer nach Krantyp
Krane gehören zu den langlebigsten Maschinen im gewerblichen Bereich. Das macht sie zu einer Investition die sich über viele Jahre amortisiert, vorausgesetzt Wartung und Pflege stimmen. Als grobe Orientierung:
Mobilkrane halten bei regelmäßiger Wartung 20 bis 30 Jahre. Turmdrehkrane erreichen ähnliche Lebensdauern, altern aber stärker durch Witterungseinflüsse. Brückenkrane sind oft noch länger im Einsatz, 30 bis 40 Jahre sind keine Seltenheit bei stationären Industrieanlagen. Teleskoplader haben eine etwas kürzere wirtschaftliche Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren, da sie intensiver genutzt werden und stärker verschleißen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen technischer und wirtschaftlicher Lebensdauer. Ein Kran kann technisch noch funktionieren, aber wirtschaftlich überholt sein, wenn neue Sicherheitsvorschriften, strengere Emissionsnormen oder veränderte Anforderungen an die Traglast eine Modernisierung oder einen Ersatz notwendig machen.
Wartung, TÜV und Restwert
Krane unterliegen in Deutschland strengen Prüfpflichten. Die regelmäßige UVV-Prüfung nach DGUV Vorschrift 52 ist Pflicht und muss jährlich durch einen zugelassenen Sachverständigen durchgeführt werden. Hinzu kommen Hauptuntersuchungen und gegebenenfalls Belastungsproben nach größeren Reparaturen oder Umbauten.
Die Wartungskosten liegen je nach Krantyp und Alter bei etwa 1 bis 3 Prozent des Neupreises pro Jahr.
Wer die Wartung vernachlässigt, riskiert nicht nur Sicherheitsprobleme sondern auch einen deutlichen Wertverlust beim Wiederverkauf. Gut gewartete Krane namhafter Hersteller wie Liebherr oder Tadano erzielen auch nach 15 Jahren noch 40 bis 60 Prozent des Neupreises, was die Investition zusätzlich attraktiv macht.
Wem diese Investition jedoch zu groß oder zu langfristig ist, dem bleibt immer noch die Option des Mietens.
Kran mieten Kosten - Ein Überblick:
Nicht jeder Betrieb braucht einen Kran dauerhaft. Wer ihn nur für einzelne Projekte benötigt, fährt mit Mieten oft günstiger als mit Kauf. Gerade für Betriebe die ihre Liquidität schonen wollen, ist Mieten kurzfristig die risikoärmere Option.
Was kostet ein Kran pro Tag?
Die Mietkosten für einen Kran hängen stark vom Krantyp und der Traglast ab. Als grobe Orientierung gelten folgende Tagessätze für Deutschland, jeweils ohne Kranführer und Anfahrtskosten:
- Einen Mobilkran mieten (bis 50 Tonnen) kostet zwischen 800 und 1.500 Euro pro Tag.
- Einen Mobilkran mieten (ab 100 Tonnen) liegt zwischen 1.500 und 4.000 Euro pro Tag.
- Einen Turmdrehkran mieten kostet zwischen 1.000 und 3.000 Euro pro Tag, zuzüglich einmaliger Auf- und Abbaukosten.
- Einen Teleskoplader mieten liegt zwischen 300 und 700 Euro pro Tag.
- Einen Anhängerkran mieten kostet zwischen 150 und 400 Euro pro Tag.
Was viele unterschätzen: Bei größeren Kranen machen Anfahrt, Kranführer und Genehmigungen oft 30 bis 50 Prozent der Gesamtkosten aus. Wer regelmäßig mietet, sollte diese Nebenkosten fest in seine Kalkulation einplanen.
Wann lohnt sich mieten statt kaufen?
Mieten ist die richtige Wahl wenn der Bedarf unregelmäßig oder projektbezogen ist, wenn der Kran nur wenige Wochen im Jahr gebraucht wird, oder wenn das Kapital sinnvoller in andere Bereiche des Betriebs fließt. Wer seinen Kran dagegen regelmäßig einsetzt, erreicht ab einer bestimmten Auslastung den Punkt wo Kaufen oder Finanzieren günstiger ist als dauerhaftes Mieten.
Als Faustregel gilt: ab etwa 80 bis 100 Einsatztagen pro Jahr lohnt sich der Kauf eines Mobilkrans in der Regel gegenüber der Miete.
Kran kaufen, mieten oder finanzieren?
Wer einen Kran langfristig nutzen will, steht vor einer Entscheidung die nicht nur vom Preis abhängt.
Wie bei anderen Baumaschinen gilt auch hier: die richtige Finanzierungsform hängt davon ab wie der Kran genutzt wird, wie lange er gebraucht wird und welche Auswirkung die Investition auf die Liquidität des Betriebs hat.
Kran-Leasing
Beim Leasing nutzt du den Kran über eine feste Laufzeit und zahlst monatliche Raten. Nach Vertragsende gibst du ihn zurück oder übernimmst ihn. Der Vorteil: niedrige monatliche Belastung, immer aktuelle Technik, steuerlich oft attraktiv.
Der Nachteil: du baust kein Eigentum auf und bist an Rückgabebedingungen gebunden. Für Betriebe mit wechselndem Bedarf oder solche die regelmäßig auf neuere Modelle umsteigen wollen, ist Leasing eine sinnvolle Option.
Kran-Mietkauf
Beim Mietkauf zahlst du den Kran über eine feste Laufzeit ab und wirst nach der letzten Rate automatisch Eigentümer. Im Unterschied zum Leasing steht die Maschine von Anfang an in deiner Bilanz. Die Raten sind kalkulierbar, das Restwertrisiko entfällt. Besonders sinnvoll für Betriebe die langfristig planen und Eigentum aufbauen wollen.
Kran-Finanzierung mit Banxware
Mit einer Finanzierung kaufst du den Kran direkt und wirst sofort Eigentümer. Das gibt dir maximale Entscheidungsfreiheit über Nutzung, Umbauten und Weiterverkauf. Gerade wenn ein Auftrag schnell kommen kann und die Liquidität kurzfristig nicht reicht, kann eine schnelle Finanzierung den Unterschied machen.
Mit der Banxware Sofortfinanzierung beantragst du bis zu 250.000 Euro vollständig digital, in wenigen Minuten, ohne persönliche Bürgschaft und ohne Papierkram. Bei einer Finanzierungszusage ist das Kapital innerhalb von 24 Stunden auf deinem Konto. Für größere Investitionen steht mit der HVB FlexFinanzierung eine Lösung bis zu 5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Kapital ist frei einsetzbar, ob für den Kauf, die erste Leasingrate oder die Deckung von Nebenkosten wie Montage und Transport.
Was viele unterschätzen: Wer eine größere Investition wie einen Kran tätigt ohne die Auswirkungen auf seine Liquidität zu prüfen, gerät schnell in einen Liquiditätsengpass, auch wenn der Betrieb eigentlich gut läuft.
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Kran Kosten - Fazit
Ein Kran ist eine der langlebigsten und vielseitigsten Investitionen die ein Bau- oder Handwerksbetrieb tätigen kann.
Die Preisspanne ist enorm, von einem Kranhänger für 15.000 Euro bis zum großen Mobilkran für mehrere hunderttausend Euro.
Wer die richtige Entscheidung treffen will, muss drei Fragen beantworten:
Welcher Krantyp passt zum Einsatzzweck? Wie oft wird er gebraucht? Und wie wirkt sich die Investition auf die Liquidität des Betriebs aus?
Mieten lohnt sich bei unregelmäßigem Bedarf. Kaufen oder Finanzieren rechnet sich ab einer bestimmten Auslastung und wenn Eigentum aufgebaut werden soll. Wer dabei nicht auf sein Betriebskapital verzichten will, findet mit der Banxware Sofortfinanzierung und der HVB FlexFinanzierung zwei digitale Lösungen die schnell und ohne langen Prozess verfügbar sind.
Quellen:
VDMA (2024). Baumaschinen und Bauwirtschaft Deutschland.
DGUV Vorschrift 52. Krane. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.
Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (2024). Maschinenkosten im Überblick.
Leeb Technik (o. J.). Anhängerkran PAUS Sky Worker PTK27. Abgerufen am 2. April 2026 von leeb-technik(.)at
Baumaschinen Online (o. J.). Liebherr Mobilkran montiert schwere Schleusentore. Abgerufen am 2. April 2026 von baumaschinen(.)online

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